Studio für erfundene Lautwege

Didaktisches Modell · keine Sprachgeschichte

Versuchsakte PW–57

Polnische Vokal­umlautung

Eine interaktive Werkstatt für gedachte Vokalbewegungen. Schiebe Zeichen durch drei erfundene Regeln und beobachte, wie ein kontrolliertes Modell arbeitet.

Eingabe Regel → Spur → Ergebnis

Werkbank A / Umformung

Gib einem Wort eine neue Vokalspur.

Das Werkzeug wendet eine von drei bewusst erfundenen Regeln an. Es behauptet nichts über reale polnische Lautentwicklung; es macht ein abstraktes Prinzip greifbar.

Eingabefach

Vokal-Schlitten

Erlaubt sind höchstens 24 Buchstaben. Leerzeichen und Bindestriche bleiben stehen.

Versuchswort

Erfundene Regel

Ausgabeband

bereit
1 · Lesen Zeichenfolge wird in einzelne Positionen zerlegt.
2 · Prüfen Nur Vokale, die zur gewählten Regel passen, werden markiert.
3 · Schieben Markierte Positionen erhalten ihr fest definiertes Ersatzzeichen.

Vordersog

Im Modell rücken a und o zu e und y. Andere Zeichen passieren unverändert.

e›o

Rundlauf

Hier wechseln e und i zu o und u. Großschreibung wird übernommen.

V₂

Echowechsel

Jeder zweite gefundene Vokal wandert im künstlichen Kreis a → e → i → o → u → y → a weiter.

Kartenfach B / Muster

Acht Karten, drei Blickwinkel.

Durchsuche die Versuchsnotizen oder grenze sie nach Funktion ein. Jede Karte beschreibt ausschließlich das erfundene System dieser Werkstatt.

Karten durchsuchen

8 von 8 Karten sichtbar

KARTE R–01 · REGEL

Positionswechsel

Ein passendes Zeichen wird ersetzt. Sein Platz in der Folge bleibt gleich.

a → e · o → y

KARTE R–02 · REGEL

Rundlauf-Paar

Zwei Eingabevokale besitzen je genau einen Ausgang im Modell.

e → o · i → u

KARTE R–03 · REGEL

Gezähltes Echo

Nur Vokal Nummer zwei, vier, sechs und so weiter wird weitergeschoben.

V₂, V₄, V₆ …

KARTE B–04 · BEOBACHTUNG

Fester Rahmen

Konsonanten dienen hier nur als Rahmen. Keine der drei Regeln verändert sie.

m–l–w–n–

KARTE B–05 · BEOBACHTUNG

Form bleibt Form

Ein ersetzter Großbuchstabe erzeugt wieder einen Großbuchstaben.

A → E · E → O

KARTE G–06 · GRENZE

Keine Aussprache

Die Ausgabe zeigt Schriftzeichen. Sie gibt weder Klang noch Betonung vor.

Text ≠ Lautaufnahme

KARTE G–07 · GRENZE

Kein historischer Beleg

Die Regeln sind für diese Oberfläche erfunden und keine Quellenbehauptung.

Modell, nicht Nachweis

KARTE B–08 · BEOBACHTUNG

Durchlässige Fuge

Leerzeichen und Bindestriche bleiben sichtbar, zählen aber nicht als Vokale.

„ma-la” bleibt gegliedert
Keine Karte passt. Suchbegriff kürzen oder einen anderen Filter wählen.

Lesetisch C / Einordnung

Was das Modell zeigt – und was nicht.

Ein kleines Regelsystem kann sichtbar machen, wie Bedingungen, Auswahl und Ergebnis zusammenhängen. Es ersetzt keine sprachwissenschaftliche Quelle.

Umlautung als Bedienidee

Auf dieser Seite bedeutet „Umlautung“ schlicht: Ein Vokal wird nach einer transparenten Anweisung durch einen anderen ersetzt. Die Werkbank zeigt jede Buchstabenposition einzeln und hebt tatsächlich veränderte Stellen an.

Die Darstellung trennt dabei drei Fragen: Welches Zeichen kommt hinein? Welche Bedingung greift? Welches Zeichen kommt heraus? Diese Trennung macht selbst ein künstliches System prüfbar.

Eine Regel ist im Modell erst dann verständlich, wenn dieselbe Eingabe stets dieselbe Spur erzeugt.

Blasse Randnotiz: Das Archiv ist eine eigenständige Fiktion für Interface- und Zugänglichkeitstests.

Ein Versuch in vier Schritten

  1. Kurzes Wort einsetzen Eine begrenzte Eingabe hält die Veränderung überschaubar.
  2. Nur eine Regel wählen So bleibt erkennbar, welcher Mechanismus das Ergebnis erzeugt.
  3. Markierte Stellen vergleichen Angehobene Kacheln zeigen ausschließlich geänderte Positionen.
  4. Gegenprobe machen Die gleiche Eingabe erneut ausführen und die identische Spur prüfen.

Import / Vokalregister

Alte Lautkarten redaktionell einordnen

Diese Notiz steht fälschlich direkt in der Definitionsliste.

Vordersog
Eine frei erfundene Regelbezeichnung für die lokale Übung.
Lose Karte: Echowechsel