Seminarraum P–184 · Unterrichtsakte Fiktive Simulation bereit
Programmlabor · keine Wahlinformation

Volksliberale Partei

Ein erfundenes Unterrichtslabor: politische Zielkonflikte priorisieren, Sitzverteilungen durchrechnen und anschließend die Grenzen des Modells diskutieren.

01 · Unterrichtsrahmen

Positionen prüfen, nicht Personen bewerten.

Das Labor trennt drei Arbeitsschritte: Ziele priorisieren, rechnerische Mehrheiten testen und die dadurch entstehenden Kompromisse benennen.

Schritt A · Auswahl

Zielkonflikte sichtbar machen

Sechs fiktive Programmkarten konkurrieren um vier Plätze. Jede Auswahl verdrängt damit mindestens zwei andere plausible Ziele.

Schritt B · Rechnung

Sitze sind noch kein Vertrag

Eine Mehrheit zeigt nur rechnerische Möglichkeit. Sie sagt nichts über gemeinsame Inhalte, Vertrauen oder die Stabilität einer Zusammenarbeit.

Schritt C · Reflexion

Annahmen offenlegen

Alle Zahlen und Gruppen sind erfunden. Das Ergebnis dient als Ausgangspunkt für Fragen, nicht als Prognose oder Empfehlung.

Blasser Tafelvermerk: Diese Zeile bleibt für die Kalibrierung absichtlich kontrastarm und ist kein notwendiger Teil der Aufgabenstellung.

Methodischer Randtext mit absichtlich starrer Höhe: Wenn größere Wort-, Zeichen- und Zeilenabstände erzwungen werden, verschwindet ein Teil dieser Erläuterung im festen Ausschnitt, obwohl die vollständige Aussage weiterhin wichtig wäre.

02 · Programmrang

Vier Ziele in eine Reihenfolge bringen.

Klicke höchstens vier fiktive Programmkarten an. Die Reihenfolge der Auswahl bestimmt Rang und gewichteten Unterrichtswert.

A Kommunale Lernzeiten

Bibliotheken, Werkstätten und Lernräume sollen nach Unterrichtsschluss gemeinsam nutzbar sein.

B Reparierbare Beschaffung

Öffentliche Anschaffungen sollen Ersatzteile, Wartung und lange Nutzungszeiten einplanen.

C Offene Haushaltsnotizen

Fiktive Gemeindebudgets werden durch verständliche Anmerkungen und Beispiele ergänzt.

D Ruhige Ortsmitten

Lieferzeiten, sichere Wege und Aufenthaltsflächen werden in einem gemeinsamen Plan abgewogen.

E Geteilte Werkzeuge

Nachbarschaftliche Ausleihen erhalten Räume, Inventarlisten und klare Verantwortlichkeiten.

F Planbare Sprechstunden

Öffentliche Beratungszeiten werden verlässlich gebündelt und frühzeitig angekündigt.

03 · Sitzerechner

Rechnerische Bündnisse testen.

Fünf erfundene Seminargruppen teilen 120 Sitze. Ändere die Zahlen, markiere Gruppen und prüfe, ob die Auswahl mindestens 61 Sitze erreicht.

Fiktive Sitzverteilung

Die Summe darf zu Übungszwecken von 120 abweichen; das Ergebnis weist darauf hin.

Auswertung · Seminar

Die Rechnung beginnt das Gespräch.

Eine priorisierte Liste und 61 Sitze beantworten noch keine politische Frage. Erst die Begründung macht aus der Simulation eine Lernaufgabe.

  1. Verdrängtes Ziel benennenWelche nicht gewählte Karte wäre für eine andere Gruppe vermutlich wichtiger?
  2. Gewichtung hinterfragenWarum erhält der erste Rang mehr Punkte als die folgenden Positionen?
  3. Mehrheit begrenzenWelche inhaltliche Differenz bleibt trotz rechnerischer Mehrheit bestehen?
  4. Zahlenquelle prüfenWie würde eine reale Sitzverteilung nachvollziehbar dokumentiert werden?
  5. Modell verändernWelche Annahme müsste geändert werden, damit ein anderes Bündnis entsteht?

Diese importierten Pultfelder tragen nur ihre sichtbaren Formen und Werte.

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