Jede Person bringt eine eigene Menge Spielmarken in die Übung ein.
Steuerbegriffe mit Spielmarken erkunden
Individualbesteuerung
Alle Zahlen sind Unterrichtsmarken ohne Währung, Rechtsgrundlage oder Bezug zu Tarifen. „Person A“ und „Person B“ sind Rollen im Modell und beschreiben keine echten Haushalte.
01 · Begriff
Wer ist die Recheneinheit?
Die Unterrichtsfrage lautet: Werden zwei Einkommen zuerst getrennt betrachtet oder für eine gemeinsame Modellrechnung verbunden? Der Unterschied liegt in der Recheneinheit, nicht in den Personen selbst.
Das Spielmodell zeigt deshalb beide Wege nebeneinander. Es bewertet keinen davon als allgemein richtig und überträgt sein Ergebnis nicht auf Gesetze, Lebensformen oder finanzielle Entscheidungen.
Eine feste Unterrichtsformel bestimmt, wie viele Beitragsmarken abgezogen werden.
Die Klasse beschreibt die Differenz, ohne daraus eine echte Belastung abzuleiten.
02 · Vergleich
Zwei Haushaltsmodelle
Verändere die Spielmarken beider Rollen. Der Rechner stellt eine getrennte Modellregel einer verbundenen Modellregel gegenüber und zeigt jeden Zwischenwert nachvollziehbar an.
Modell A · getrennt
Einzelne Recheneinheiten
Beitragsmarken
Person A: 3,12 · Person B: 1,20
Modell B · verbunden
Gemeinsame Recheneinheit
Beitragsmarken
60 Marken werden als eine Menge betrachtet.
Das Einzelmodell liegt in dieser Ausgangsübung um 1,92 Beitragsmarken niedriger.
03 · Rechenkarte
Die erfundene Formel
Die drei Karten beschreiben ausschließlich das Spiel. Sie sind vollständig genug, um jedes Ergebnis auf dieser Seite von Hand nachzurechnen.
Ziehe die ausgewählte freie Menge von der jeweiligen Recheneinheit ab.
Bewerte bis zu 28 verbleibende Marken mit dem Faktor 0,12.
Bewerte Marken oberhalb dieser ersten Stufe mit dem Faktor 0,18.
04 · Modellfälle
Acht Karten für die Gruppenarbeit
Jede Karte verändert genau eine Annahme des Spiels. Die Gruppe berechnet nicht sofort, sondern sagt zuerst voraus, welcher der beiden Modellwege stärker reagieren könnte und warum.
FALL / 01
Gleiche Mengen
Beide Rollen beginnen mit jeweils dreißig Spielmarken.
Prüfe: Wirkung gleicher AusgangswerteFALL / 02
Großer Abstand
Person A erhält siebzig Marken, Person B nur zehn.
Prüfe: Wirkung getrennter SchwellenFALL / 03
Kleine Mengen
Beide Eingaben bleiben nahe an der freien Markenmenge.
Prüfe: Beginn der ersten StufeFALL / 04
Hohe Summe
Die verbundene Menge reicht deutlich in die zweite Modellstufe.
Prüfe: Anteil des höheren FaktorsFALL / 05
Andere Schwelle
Die Klasse erhöht die freie Menge von zwölf auf sechzehn.
Prüfe: Abstand beider ErgebnisseFALL / 06
Bonus entfernt
Die vier zusätzlichen Lernmarken im Einzelmodell entfallen.
Prüfe: sichtbare ModellannahmeFALL / 07
Eine Null
Eine Rolle startet ohne Marken, die andere mit sechzig.
Prüfe: ungenutzte freie MengeFALL / 08
Grenzpunkt
Eine Eingabe endet genau am Übergang der beiden Stufen.
Prüfe: Verhalten an der KanteBeobachtungsbogen
Sechs kurze Schritte trennen Vermutung, Rechnung und Deutung. Dadurch bleibt sichtbar, was aus der Formel folgt und was die Gruppe selbst in das Ergebnis hineinliest.
- Notiere beide Eingaben, bevor eine Regel angewendet wird.
- Markiere die freie Menge in jeder verwendeten Recheneinheit.
- Trenne erste und zweite Stufe als zwei Zwischenwerte.
- Addiere erst am Ende die Ergebnisse beider Einzelrollen.
- Vergleiche die Modellwege mit einer neutralen Differenz.
- Benenne die Annahme, die für den Unterschied entscheidend war.
Recheneinheit
Die Menge, auf die Schwelle und Stufen in einem Modell angewendet werden.
Schwelle
Der festgelegte Punkt, ab dem Spielmarken in die erste Stufe gelangen.
Stufe
Ein Abschnitt der Modellmenge, für den derselbe Rechenfaktor gilt.
Differenz
Der reine Abstand zwischen zwei Ergebnissen, noch ohne Bewertung.
Moderationsprotokoll
Die Lehrperson hält den Vergleich bei der Modelllogik. Aussagen über echte Systeme werden als neue Recherchefrage ausgelagert.
Jede Gruppe nennt vor dem Rechnen eine erwartete Richtung und begründet sie mit genau einer Modellregel.
Freie Menge, erste Stufe und zweite Stufe werden auf getrennten Karten notiert, bevor eine Summe entsteht.
Ein unerwartetes Ergebnis wird zuerst auf Eingabe und Formel geprüft, nicht durch eine nachträgliche Geschichte erklärt.
Die Gruppe formuliert eine Grenze des Spiels und eine Frage, die nur mit verlässlichen externen Quellen beantwortbar wäre.
Das Protokoll bewertet Rechenschritte, nicht persönliche Lebensentwürfe.
05 · Kartenübung
Ordne vier Abzugskarten
Die Karten sind fiktive Gesprächsanlässe. Weise sie Person A, Person B oder beiden gemeinsam zu und beobachte, wie Verantwortung im Unterrichtsszenario benannt wird.
Lernmaterial
Sechs Übungsmarken für gemeinsam beschaffte Hefte und Stifte.
Werkstattweg
Vier Übungsmarken für den erfundenen Weg zum Lernraum.
Betreuungsfenster
Acht Übungsmarken für eine frei erfundene Zeitentlastung.
Arbeitsraum
Fünf Übungsmarken für einen fiktiven Platz am Gruppentisch.
Person A
Hier landen individuell zugeordnete Karten der ersten Modellrolle.
0 Karten
Person B
Hier landen individuell zugeordnete Karten der zweiten Modellrolle.
0 Karten
Gemeinsam
Hier landen Karten, die das Szenario beiden Rollen zuschreibt.
06 · Auswertung
Fragen statt Empfehlungen
Nach dem Rechnen hält die Gruppe Beobachtungen fest. Die Fragen lenken zurück auf Modellannahmen und verhindern, dass Spielwerte mit realen Folgen verwechselt werden.
Welche Einheit?
Wo genau wechselt die Formel zwischen einzelner und verbundener Betrachtung?
Welche Schwelle?
Wie verändert eine höhere freie Markenmenge die beiden Modellwege?
Welche Zuordnung?
Welche Annahme steckt hinter einer individuellen oder gemeinsamen Karte?
Welche Grenze?
Warum darf aus diesem Vergleich keine Aussage über echte Haushalte entstehen?