Fiktive Festivalausgabe

Drei Tage · neun Filme · zwei Säle

Heft 96

Programm & Werkstatt

Franz Seitz

Ein Magazin über erfundene Filme, offene Namensspuren und die Kunst, aus einem Suchbegriff keine Biografie zu erfinden.

Nur im Modellkino
Schwerpunkt: Namen im Abspann Ausgabe ohne Außenweltbezug Sommerprogramm

Ein Name ist noch keine Geschichte

Dieses Programmheft benutzt eine mehrdeutige Namenskarte als kuratorischen Ausgangspunkt. Es trennt sichtbar zwischen Schriftzug, möglicher Rolle und Erzählung.

Auf einem fiktiven Filmkarton stehen zwei Wörter: „Franz Seitz“. Mehr wissen wir nicht. Statt eine Person dazu zu erfinden, macht das Festival aus der Lücke eine Methode. Jeder Programmpunkt fragt, wie Namen in Bildern auftauchen, verschwinden oder versehentlich zu Beweisen werden.

Die gezeigten Werke sind eigens für diese Seite erfunden. Ihre Beschreibungen behaupten weder historische Ereignisse noch echte Urheberschaften. Das ermöglicht ein konkretes Programm, ohne ungesicherte Aussagen über Menschen zu verbreiten.

Besucherinnen und Besucher können unten einen persönlichen Spielplan bauen. Überschneidungen werden direkt angezeigt. Eine zweite Werkstatt sammelt eine lokale Genre-Abstimmung, die beim Neuladen bewusst wieder am Ausgangspunkt beginnt.

So bleibt der Suchbegriff sichtbar und zugleich offen: als typografischer Fund, als Frage an Archive und als Anlass für fiktionale Filmideen – niemals als fertige Biografie.

„Das Programm ergänzt die Lücke nicht. Es zeigt, wie viele gute Fragen in ihr Platz haben.“

Drei erfundene Filme öffnen das Archiv

Die erste Programmreihe nähert sich dem Thema über Material, Ton und Projektion. Alle Namen im folgenden Abschnitt gehören ausschließlich zu dieser fiktiven Ausgabe.

A

Die fünfte Karte

Essayfilm · 71 Minuten

Restauratorin Mira Feld sortiert fünf unbeschriftete Filmkarten. Ein winziger Unterschied im Papier wird zur Spur, die ihre sorgfältigste Hypothese widerlegt.

B

Licht hinter Namen

Nachtstück · 84 Minuten

In einer Stadt ohne Straßenschilder liest ein Vorführer jeden Abspann rückwärts. Nicht um Personen zu finden, sondern um die Reihenfolge der Erinnerung zu prüfen.

C

Randnotiz in Blau

Dokufiktion · 63 Minuten

Eine erfundene Archivgruppe rekonstruiert den Weg eines Farbstifts durch sieben Karteikästen. Der Name auf der letzten Karte bleibt absichtlich unaufgelöst.

Stelle deinen Kinotag zusammen

Filtere die fiktiven Vorführungen nach Tag und Saal. Füge passende Termine hinzu; der Planer erkennt gleiche Startzeiten und lässt jeden Eintrag wieder entfernen.

Vorführungen

9 sichtbar
17:00
Die fünfte Karte Freitag · Atelierkino · 71 Min.
20:00
Licht hinter Namen Freitag · Hofprojektion · 84 Min.
20:00
Randnotiz in Blau Freitag · Atelierkino · 63 Min.
13:30
Regen über Rolle 4 Samstag · Atelierkino · 58 Min.
16:00
Das wandernde Alphabet Samstag · Hofprojektion · 76 Min.
19:30
Schnittstelle Null Samstag · Atelierkino · 92 Min.
12:00
Echo im Vorführraum Sonntag · Hofprojektion · 49 Min.
15:00
Karte ohne Rückseite Sonntag · Atelierkino · 67 Min.
18:00
Nach dem letzten Namen Sonntag · Hofprojektion · 81 Min.

Welches Genre soll die Lücke füllen?

Wähle bis zu zwei erfundene Programmfarben. Die Abstimmung verändert nur die Anzeige auf dieser Seite und überträgt keine Daten.

Genre-Stimmzettel

Aktiviere eine oder zwei Kategorien. Nach der Abgabe steigen die lokalen Modellwerte genau einmal; anschließend kann eine neue Auswahl vorbereitet werden.

Noch nichts ausgewählt.

Drei Tage im Überblick

Die Tabelle fasst die programmatische Bewegung jedes Tages zusammen. Sie ersetzt keine Auswahl im Spielplaner, sondern bietet eine redaktionelle Orientierung.

Tag Leitfrage Werkstatt Schlussbild
Freitag Wann wird eine Notiz zum Namen? Kartons, Kanten, Handschriften Offene Filmrolle im Hof
Samstag Was macht ein Abspann glaubwürdig? Reihenfolge und Auslassung Gemeinsame Lesung ohne Auflösung
Sonntag Wie dokumentiert man Unsicherheit? Hypothesen mit Gegenbelegen Leere Namenskarte im Licht

Keine Auflösung als Schlussakt

Das fiktive Festival endet ohne Identifizierung. Die Karte „Franz Seitz“ bleibt ein ungeklärtes Schriftstück, und genau dieser Status wird sauber dokumentiert.

Fiktionale Ausgabe
keine Personenakte
Filmrolle ohne Zellen
Vorstellung 14

Zwischenvermerk aus dem analogen Programmheft

Premiere
Seitz-Werkschau, spätes Programm
  • Freistehende Archivposition
  • Technische Vorführnotiz

    Rolle ARolle Z
    Ende des Filmimports